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Schwerer Abschied aus Norge mit Stopp in Lindesnes

  • Autorenbild: Desi
    Desi
  • vor 20 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Person vor rot-weißem Leuchtturm an felsiger Küste unter wolkigem Himmel, Blick aufs Meer.
Norwegens ältester Leuchtturm: der Lindesnes fyr, erstes Mal in Betrieb im Jahr 1656!

Nach einer kurzen Erholung nach unserer Preikestolen-Wanderung hieß es für uns langsam aber sicher Richtung Kristiansand aufzubrechen. Unsere wunderschöne Zeit in Norwegen geht bald zu Ende. Bevor wir uns aus diesem großartigen Land verabschieden, gibt es noch ein unverhofftes Wiedersehen mit unseren Campingplatznachbarn aus Lone und einen besonderen Leuchtturm zu sehen.


In Jørpeland planen wir die weitere Route und entscheiden uns, zurück via Stavanger die Küste entlang Richtung Lindesnes zu fahren, ehe uns die Fähre nach Dänemark zurück bringt.


Schwarzer Innovan-Camper steht an felsigem Seeufer unter grauem Himmel, neben Wald.
Letzte Rast in Jørpeland mit "unserem" Inni von Fernweh
Bootshäuser und Yachten in einer stillen Marina zwischen Bergen unter bewölktem Himmel
Skjersvika Batforening Jørpeland: Hier darf man für eine Gebühr übernachten. Trinkwasserversorgung und Müll ist vorhanden

Wir fahren durch den Ryfylketunnelen wieder durch Stavanger und sind erneut fasziniert von den Tunneln und Brücken über die Inseln. Den Ort wollen wir diesmal nur passieren, außer einem besonderen Stopp. Die 3 Schwerter faszinieren mich seit meiner Kindheit, und ich wollte sie unbedingt nocheinmal bei Tageslicht sehen, weshalb wir den kleinen Umweg auf uns nahmen und sie nochmal anschauten.


Blick aus dem Auto in einen beleuchteten Straßentunnel; Navi unten links, gelbe Markierungen, ruhige Fahrt.
Der Ryfylketunnelen
Person in roter Jacke steht neben drei riesigen Schwert-Skulpturen am Ufer unter grauem Himmel.
Zurück in Stavanger besuchen wir nochmal die Sverd i Fjell. Bei Tag sehr beeindruckend, aber bei Nacht sogar noch schöner!

Weiter geht es auf der Route 44 die Küste entlang. Das Wetter wird nasser, die Stimmung nebliger. Es ist über die Halbzeit für uns auf unserer 2-monatigen Campingreise. Wir werden langsam müde und versuchen, das Erlebte zu verarbeiten, während wir schon die Abenteuer für die nächsten Tage planen. Die Reise ist begrenzt, und wir wollen noch so viel sehen, trotzdem genug Zeit zum Verschnaufen haben.


Umso besser, dass wir in Egersund beim Magma Geopark einen weiteren Rastplatz finden, um uns die Beine zu vertreten. Und natürlich die Landschaft zu bewundern und viele Bilder zu machen!


Person mit Kapuze steht auf felsiger Küste am Meer, dahinter herbstlich bewachsener Hügel unter grauem Himmel.
Beim Rastplatz in Egersund wird die Wetterstimmung wild.
Wanderer klettert an felsiger Küste; im Hintergrund Windräder, grauer Himmel und ruhige See.
Traumhaft für moody pics

Es wird dunkel und es regnet. Als wir schon weiterfahren wollten, hupt es. Und wer kommt plötzlich mit einem Adria-Kastenwagen eingefahren? Unsere Bekannten Carolyn und Alain, die wir beim Campingplatz in Lone kennenlernten! Was für eine freudige Überraschung! Sie teilen uns mit, dass die Nacht hier am Rastplatz verbringen möchten. Mario schlägt vor, ebenfalls hier zu bleiben und erst morgen weiterzufahren. Aus irgend einem Grund bin ich zunächst dagegen, denn mein Kopf denkt: wenn wir heute noch ein paar Kilometer schaffen, haben wir es morgen stressfreier. Ergibt nicht wirklich Sinn, aber Mario willigt ein. An unserem geplanten Rastplatz angekommen, bekommen wir noch eine WhatsApp von Alain: sie hätten gerne mit uns eine Flasche Wein geteilt.


Ich realisiere, wie sinnlos mein Vorschlag war, weiterzufahren - und wir kehren um. Zum Glück, denn wir verbringen einen wunderschönen Abend mit Wein, Snacks und Alain packt seine Gitarre aus und singt für uns! Wir singen mit und sind voller Glückseligkeit. Carolyn erzählt uns von ihrer über 6-monatigen Reise, die sie im Mai in Portugal gestartet haben und nun in den letzten Wochen in Norwegen sind, bevor sie zurück nach UK fahren. Beide arbeiteten remote während ihrer Reise. Wir hatten schöne Gespräche und eine Wärme im Herzen, an die wir uns noch lange erinnern werden.


Ich habe gelernt, dass meine fixen Ideen nicht immer sinnvoll sind, und dass ich mich besser mal treiben lasse, um Platz für Schönes und Unverhofftes zu schaffen!


Nebliger Fjord mit Felseninseln und dunklen Kiefern am Ufer; ruhiges graues Wasser unter trübem Himmel.
Auf unserer Route passieren wir den Spjodevatn. Das Wetter schlägt um, Regen und Nebel ziehen ein.

Am nächsten Morgen trinken wir noch Kaffee zusammen und frühstücken, ehe sich unsere Wege mit Wehmut trennen. Sie fahren weiter Richtung Norden, wir machen uns auf Richtung Kristiansand, denn unsere Zeit in Norwegen geht bald zu Ende.


Person in rotem Hoodie fotografiert Wasserfälle an steilen grauen Felsklippen mit gelb-braunem Moos.
Am Jøssingfjord Aussichtsplatz
Weißes Haus und rote Nebengebäude an felsiger Küste, Meer und wolkiger Himmel im Hintergrund.
Hier leben die Leuchtturmwärter von Lindesnes während ihrer Schichten. Könnte schlimmer sein, oder? :)

Zunächst stoppen wir noch beim Vanse Bobilcamp zum Wäschewaschen (diesmal klappte alles einwandfrei!). Dieser ist etwa 1 Autostunde von Lindesnes entfernt, wo der älteste Leuchtturm Norwegens steht. Dieser wurde 1656 zum ersten Mal entzündet und leuchtet (mit fast 70-jähriger Unterbrechung) heute noch den Schiffen den Weg. Lindesnes bedeutet „Dort wo das Land im Meer versinkt“ und stammt aus dem Alt-Norwegischen. Es gibt ein Museum, einen Museum-Shop, ein Cafe und natürlich die schöne Küste zu erkunden.


Person im karierten Mantel und Beanie sitzt auf Felsen an einer rauen, felsigen Küste unter bewölktem Himmel.
Die Küste am südlichsten Zipfel Norwegens: atemberaubend!

Die Fahrt zum Fährhafen fühlt sich falsch an. "Ich will noch nicht gehen", denke ich. Aber Mario erinnert mich daran, dass noch einige unbekannte Abenteuer auf uns warten und wir beide definitiv zurück in dieses schöne Land reisen werden, und dann hoffentlich auch den Norden erkunden können.


Traurig nehmen wir Abschied. Norwegen hat unsere Herzen berührt und die Überfahrt nach Dänemark bleibt nicht ohne Sehnsucht nach Wiedersehen. Jedoch: vor uns liegen noch wunderschön Zeiten und ein ersehntes Wiedersehen mit Freunden aus den Niederlanden steht auch noch bevor! Wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder, der hoffentlich nicht mehr so lange auf sich warten lässt ;-).


Frau im karierten Hoodie blickt auf graues Meer vom nassen Fährdeck mit Bänken und dänischer Flagge.
Mit großartigen Erinnerungen im Herzen blicken wir zurück auf Norwegen. Hjertelig takk! Vi ses igjen!

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