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Bunkerstrand in Løkken: vom Off-Road-Fahren, Krabbentauchern und der ersten Fahrzeugpanne

  • Autorenbild: Desi
    Desi
  • vor 2 Stunden
  • 10 Min. Lesezeit

Schwarzer Campingbus am Strand vor ruhiger See unter wolkigem Himmel, mit INNOVAN- und ferneweh-camper.at-Schriftzug.
Wir testen den befahrbaren Bunkerstrand in Løkken mit unserem Fernweh-Inni

In Løkken übernachteten wir für zwei Nächte am Campingplatz Løkken Klit. Der Campingplatz befand sich in Fußnähe zum Strand und hatte so spät in der Saison noch geöffnet. Wer im späten Herbst reist, sollte sich bewusst sein, dass viele Campingplätze und Unterkünfte in Saisonpause sind. Mit etwas Geduld findet man aber doch immer wieder schöne Plätze zu tollen Preisen.


Tipp: Wir nutzen die ACSI-Card, um außerhalb von Hauptsaisonen immer noch recht günstige Campingplatzübernachtungen zu finden. Teilweise sind Einrichtungen wie Restaurants, Schwimmbäder, Spielplätze oder zusätzliche Sanitärhäuser dann geschlossen, aber dafür ist es auch sehr ruhig und eben günstiger als sonst.


Nach einer ruhigen Nacht, aber mit ein paar Sorgen im Kopf beschlossen wir, einen entspannten Spaziergang zum Strand zu machen und Mittag wieder beim Platz zu sein. Daraus wurde aber nichts...


Grasbewachsene Dünen mit schwarzen Häusern unter dunklem, wolkigem Himmel; ruhige Küstenlandschaft.
Die wunderschönen, grasbewachsenen Dünen mit ihren schicken Holzhäuschen waren ein schöner Anblick auf dem Weg zum Strand
Person in kariertem Kapuzenpullover steht an einer windigen Küste und blickt aufs Meer.
Die Meeresluft tat meinem Kopf gut!
Person in kariertem Kapuzenpullover steht an einer windigen Küste und blickt aufs Meer.
Auch Mario genoss die frische Luft und die tollen Dünen
Paraglider mit pinkem Schirm über grasigen Sanddünen unter grauem Himmel
Mit dem Paragleit-Schirm an den Küsten schweben...

Ein kleiner Vogel stiehlt uns die Herzen 🐦‍⬛

Wir genossen die Ruhe, waren bis auf einen Paragleitschirm-Flieger völlig alleine und sogen die frische Meerluft auf. Nach einer tollen Foto-Session bemerkten wir einen kleinen schwarzen Vogel, der sich langsam von den Wellen an Land spülen ließ.


Schwarz-weißer Vogel sitzt am nassen Strand, spiegelnd im Sand; heller Himmel und Meer im Hintergrund.
Ein kleiner Krabbentaucher kam angespült

Wir beobachteten den überhaupt nicht scheuen Vogel zunächst aus der Ferne, und kamen langsam näher, um zu sehen, ob er eventuell verletzt war. Er wies keine offensichtlichen Wunden oder verletzte Gliedmaßen auf, konnte fliegen und blutete nicht. Ölspuren hatte er auch keine. Hm, was ist das für ein Vogel?


Eine kurze Internet-Recherche verriet uns, dass es sich wohl um einen Krabbentaucher handeln musste. Ich war ganz verzückt von dem süßen Vögelchen! Plötzlich kam er auf uns zugehopst und kuschelte sich zwischen meine Füße ein. Er wirkte sehr müde und erschöpft.


Nun begann unsere Mission für den Tag: herausfinden, was das kleine Tierchen braucht, um wieder auf die Beine zu kommen! Da wir keine Snacks mithatten, nicht mal ein Wasser, und auch gar nicht wussten, was so ein Krabbentaucher eigentlich fressen darf, begann eine lange Recherche, die für uns sehr ernüchternd war. Das Internet wies uns darauf hin, dass wir uns beim Tierschutz melden sollen, wenn ein Krabbentaucher an den Strand gespült wird.


Wanderstiefel im Sand neben einem kleinen schwarz-weißen Vogel, Blick von oben, ruhige Strandstimmung
...und suchte offenbar Schutz

Leider kamen wir trotz mehrerer Versuche telefonisch beim Tierschutz nicht durch, sondern landeten sogar bei der Dänischen Polizei, die uns aber auch nicht weiterhelfen konnte. Wir überlegten, ob wir das Tier mitnehmen sollen - aber was, wenn es sich um ein Junges handelt, das auf seine Eltern wartete? Manche Vogelarten lassen ihre Jungen nämlich zurück, um Futter zu besorgen. Wir wollten ihn aber nicht alleine zurück lassen, denn: sobald wir uns etwas wegbewegten, verfolgte er uns. Kaum war ich stehen geblieben, kuschelte er sich wieder an meine Schuhe.


Ich warf Mario einen Blick zu. Er wusste genau, was zu tun war. "Magst du hier bleiben und ich frag mal beim nahegelegenen Zoo nach, ob die sich auskennen?", fragte er. Und schon machte er sich auf den Weg. Zum Zoo ging man vom Strand aus zu Fuß etwa 20 min.


Ich recherchierte derweil im Internet weiter, ohne großen Erfolg. Wir fanden keine Tierschutzorganisation, die ans Telefon ging. Langsam wurde mir kalt. Inzwischen war über eine Stunde vergangen. Ich beschloss, dem Kleinen einfach Gesellschaft zu leisten. Er ließ sich sogar streicheln, schien die Nähe zu genießen. Eine einheimische Spaziergängerin kam an mir vorbei und ich sprach sie an. Sie verwies mich an den Tierschutz und ich meinte, dass dort niemand ran ging. Offenbar arbeiten dort Freiwillige, und man sei dort völlig überlastet, meinte sie wenig überrascht. Ich bedankte mich und sie ging ihres Weges. Zwei deutsche Spaziergängerinnen sprachen mich ebenfalls an, sie konnten mir auch nicht helfen, aber sie teilten mir mit, dass einige Meter weiter noch ein zweiter Krabbentaucher an Land gespült wurde.


Als Mario wieder kam, hatte er keine Neuigkeiten. Der Zoo war geschlossen und selbst am Campingplatz am Empfang wusste niemand, was zu tun war. Sie verwiesen uns nur an die Tierschutzorganisation. Wir beschlossen, zurück zum Campingplatz zu gehen, denn wir kühlten schon aus, und im Moment konnten wir nicht helfen. Als wir uns vom Vogel entfernten, hoppste er uns noch einige Meter nach. Das zerbrach mir fast das Herz.


Zurück am Platz holten wir die Laptops raus und suchten nach weiteren Antworten. Ich fand eine deutsch-dänische Tierschutzorganisation, mit der man per WhatsApp chatten konnte und schickte ihnen eine Nachricht mit einem Foto von dem Kleinen.


Tatsächlich wurde uns auch hier bestätigt, dass der dänsiche Tierschutz (zumindest im Norden) sehr überlastet ist. Fälschlicherweise wurde uns gesagt, dass es sich um ein Trottellume-Kleines handelt, und dass diese häufiger an Land gespült werden, weil sie erschöpft sind. Man soll die Tiere an dem Strand lassen, denn sie erholen sich von alleine.


Halb erleichtert beschlossen wir, es dabei zu belassen. Mittlerweile war fast 15 Uhr und wir hatten noch kein Mittagessen... Wir kochten uns erstmal was Feines (Fertigpizza aus dem Backrohr in der Gemeinschaftsküche) und nutzten den Nachmittag für unsere Fotobearbeitung und Bloggen. Irgendwann wurde ein Wein geöffnet und ein Bier...


Leerer moderner Buffetraum mit Edelstahltheke, großem Dunstabzug, Backöfen und dunklem Fliesenboden.
Die große Gemeinschaftsküche am Løkken Klit Campingplatz

Wir verbrachten einen feinen Abend, auch wenn ich immer wieder an den Vogel denken musste. Wir beschlossen, unseren kleinen Freund "Minnie" zu taufen, weil er so klein war.


Und nach einer herrlich heißen Dusche ging es langsam aber sicher in die Federn für uns. Manchmal schauten wir auf dem iPad eine Doku oder einen Film, aber oft waren wir einfach so müde, dass wir sofort einschliefen.


Unsere Off-Road Erfahrung: Strandfahren mit dem Inni 🚐

Wir waren schon etwas aufgeregt (ok, eigentlich nur ich), denn am nächsten Tag ging es für uns an einen Autostrand und anschließend zu einer Bunkerküste. Beides war für mich Neuland und absolut aufregend! Vor allem waren wir uns nicht sicher, ob unser Inni gut auf Sand fahren konnte. Mario meinte dazu nur: das werden wir herausfinden ;-).


Leere Dorfstraße mit pastellgelben und weißen Häusern mit roten Dächern; eine Person geht in der Ferne unter grauem Himmel.
Auf dem Weg zum Autostrand
Leerer Strand mit Dünen, Häusern und Autos unter grauem Himmel; Wellen rollen ans Ufer.
Wer genau hinschaut, sieht ihn, unseren Inni!

Erstaunlicherweise ist Befahren des Sandes sehr gut möglich gewesen, trotz über 3 Tonnen Gewicht des Campervans und auch ohne Allrad. Wir würden kilometerlanges Strandfahren trotzdem nicht empfehlen, denn man könnte trotzdem einsinken, sich festgraben und weder Sand noch Meerwasser dürften die beste Pflege für ein Fahrzeug sein.


Übrigens ist es an den Autostränden verboten, zu campieren! Am Abend müssen alle Fahrzeuge die Strände räumen, übernachten ist nicht erlaubt.


Strand mit alten Betonbunkern, ein paar Spaziergängern und Brandung unter grauem Himmel an Dünen.
Die Furreby Küstenbatterie

Am Bunkerstrand von Løkken

Wir spazierten zum Bunkerstrand unserer Wahl, der Furreby Küstenbatterie. Eine geheimnisvolle Erinnerung an eine Zeit, die wir lieber vergessen. Wie eine Filmkulisse reihen sich die teilweise versunkenen Bunker aus den 1940er Jahren die Küste entlang. Ein gruseliges Zeitzeugnis, das fasziniert und abschreckt. Massiv und standhaft, aber trotzdem fallen sie der Natur zu Opfer, wie man an der Sandflucht sieht.


Halb im Sand versunkener Betonbunker an einer grasigen Düne unter grauem Himmel.
Wie ein Spielzeug, das achtlos weggeworfen wurde, rutscht ein Teil der Batterie die Dünen herab
Mann steht auf massiven Betonblöcken am Strand unter grauem Himmel, Meer im Hintergrund.
Bevor die Flut kommt, erklimmt Mario einen Bunker
Verlassene Betonbunker am Strand bei Ebbe, graue Wolken, etwas Graffiti; Dünen und ruhige, melancholische Küstenstimmung.
Ein bizarres, aber faszinierendes Bild
Sanddünen mit kleinem Bach, im Hintergrund strandnahe Häuser unter grauem Himmel; ruhige, kühle Küstenlandschaft.
Man passiert auch einige Bäche, daher: Schuhe aus oder Gummistiefel tragen ;-)
Zwei Geländewagen stehen am Strand vor dem Meer unter grauem Himmel; auf dem rechten Wagen steht Land Rover.
Mit solchen Geländewägen macht das Strandfahren sicher eine Menge Spaß!

Unsere sandige Wanderung zu den Bunkern ist ein Abenteuer. Nicht nur der Anblick der massiven Betongebilde reizt uns. Es ist auch der Spaziergang an sich bereits ein Erlebnis - zumindest für uns. Wir passieren Bäche ohne Brücken, beobachten Allrad-Geländewagen beim Durchfahren ebendieser (und fiebern mit, dass ja niemand stecken bleibt), wundern uns über unseren Freund Minnie (hat er die Nacht überstanden?) und hätten das ein oder andere Mal gerne Gummistiefel getragen! Langsam kommt die Flut, die Bunker füllen sich mit Meereswasser und damit uns der Rückweg nicht abgeschnitten und wird und unser Inni nicht baden geht, machen wir uns auf den Retourweg. Außerdem schlägt das Wetter um, Regen ist angesagt.


Blick durch ein Fenster auf einen leeren Sandstrand mit Dünen, Meer und Häusern am Horizont unter bewölktem Himmel.
Der Blick zurück

Mario, übrigens der beste Mensch, den ich kenne, weiß, was mir jetzt im Kopf herum geht. "Sollen wir nochmal zum anderen Strand zurück und nach Minnie sehen?". Ich erwidere, dass bald Regen angesagt ist und wir es zeitlich nicht mehr vorher schaffen werden, an die Fundstelle von Minnie zu spazieren. Und da in Mario auch ein Abenteurer steckt, sieht er genau das als Gelegenheit, die Off-Road-Fähigkeit des Innovan ein bisschen auf die Probe zu stellen! Kurzerhand befuhren wir den Strand also ein paar hundert Meter, um uns Fußweg zu sparen. Wir schlüpfen in unsere Regenjacken und lassen die Schuhe gleich im Auto. Auf geht's zum Minnie-Fundort! Wie wir den wieder finden wollen? Mario ist nicht nur ein Abenteurer, sondern auch ein Gadget-Freak. Mit seiner Garmin-Uhr hat er den Fundort markiert, um ihn dem Tierschutz zu melden. Clever!


Wir konnten Minnie und auch seinen Freund aber nicht mehr finden. Der Regen begann zu prasseln, wir mussten uns beeilen, sonst versank unser Schiffchen noch im Sand. In der Hoffnung, dass die Krabbentaucher sich erholen konnten, und deshalb nicht mehr am Strand waren, liefen wir zurück zum Auto und hofften, den Strand ohne Festfahren verlassen zu können.


Person in blauer Regenjacke läuft barfuß am leeren Strand unter grauem Himmel.
Wieder mal nass bis auf die Knochen zurück zum warmen Auto!
Schwarzer Campingbus INNOVAN am Strand, eine Person in blauer Regenjacke steht daneben vor Dünen.
Der Nervenkitzel beginnt: kommen wir hier weg?

Schnell noch die Füße vom Sand befreien und trocken rubbeln, dann ruhig aber zügig weg vom Strand! Ich hatte keinen Zweifel, dass Mario uns sicher und gut hinausmanövrieren wird! Wir spürten beim Rausfahren den Nervenkitzel, aber Mario blieb ruhig und cool. Mit viel Geschick und Gespür fuhr er uns vom Strand runter und waren mehr als erleichtert, als wir Asphalt unter den Reifen hatten. "Jetzt hätt ich gern ein Schnapserl!", lacht Mario.


Durch nasse Autoscheibe auf leeren Strand mit Dünen und grauem Himmel; Windschutzscheibe und Lenkrad im Vordergrund.
First-Person-View vom nassen Strand: die Reifen wühlten sich ein bisschen ein, aber wir schafften es!

Nicht unsere intelligenteste Aktion, aber eine erzählenswerte! Würden wir das nochmal machen? Nein. Würden wir es anderen empfehlen? Auf keinen Fall! Hätte ich nicht nochmal nach den Krabbentauchern sehen wollen, wären wir auch gar nicht auf diese Schnapsidee gekommen. Aber zum Glück ging alles gut. Puh, Abenteuer lauern beim Camping hinter jeder Ecke - man weiß nie, was kommt! Wahrscheinlich ist es genau deshalb so reizvoll!


Für heute hatten wir aber genug Reizvolles, wir wollten jetzt eigentlich nur noch heiß duschen und was Warmes ins Bäuchlein...


Lächelnde Frau mit Mütze lugt im Camper hinter hängender Jacke hervor; Kleidung trocknet am grünen Wäscheständer.
Kleidung aufhängen im Camper-Style: pfiffige Aufhängung des großen gelben Schweden hilft uns beim Trocknen

Die erste Panne bahnt sich an... 🆘

Für den kommenden Tag steuerten wir die Stadt Esbjerg an und wollten dazu die Westküste Dänemarks entlang fahren. Der Tag war trocken und sonnig und die Landschaft wirklich schön!


Zwei Steinfiguren von Kriegern mit Speeren und Schild in einer Wiese unter blauem Himmel.
Steinfiguren-Wikinger am Straßenrand, fotografiert aus dem fahrenden Inni
Arbeiter reparieren ein Reetdachhaus mit Gerüst unter hellem Himmel.
Wir können sogar Arbeiter beim Reparieren eines Strohdaches sehen!
Leere Landstraße durch Dünenlandschaft, rechts ein weißes Haus; heller Himmel mit großen Wolken, ruhige Stimmung
Es "roadtrippt" sehr in uns!

Als wir etwa 40 Kilometer von Esbjerg entfernt in eine Tankstelle einfuhren, passiert plötzlich eine Panne. Ich konnte den Camper nicht mehr lenken, das Lenkrad spielte verrückt und ruckelte massiv. "Mario? Ich glaub das Lenkrad ist kaputt! Ich kann nicht mehr lenken", teilte ich ihm mit. "Lass mal sehen." Schnell stand fest, dass die Servo kaputt war. Mario versuchte mit Ach und Krach das Fahrzeug an den Tankstellen-Rand zu parken, um niemandem im Weg zu stehen. "Oje, könnte sein, dass unsere Reise gelaufen ist", sagte er.

Ich glaubte aber nicht daran - sowas kann man sicher reparieren!


Wir kontaktierten also Tom von Fernweh und informierten ihn über den Schaden. Er war gerade selbst im Urlaub, halft uns aber trotzdem sofort weiter und wies uns an, den ÖAMTC anzurufen, um uns in eine Fiat-Fachwerkstatt abschleppen zu lassen. Danke dir Tom an dieser Stelle, dass du so entspannt und verständnisvoll warst!


Der ÖAMTC organisierte uns einen Abschlepp-Service, der uns an unserem Zielort Esbjerg zu einer Fiat-Werkstatt bringen sollte. Wartezeit: etwa 1 Stunde. Wir waren erleichtert und nutzten die Zeit, uns einen Kaffee zu kochen und die Selbstbedienungs-Tankstellen-Kunden zu beobachten. An den 4 Zapfsäulen gab es in der Mitte nur einen Tankomat mit Bankomat-Funktion, wo man vorher die gewünschte Zapfsäule auswählen musste. Das Prinzip verstanden aber nicht alle Kunden, und so konnten wir eine kleine Sozialstudie durchführen. Einige Kunden fuhren entmutigt weiter, ohne getankt zu haben. Ein Pärchen begann zu streiten. Eine Familie konnte das Rätsel dank des etwa 10-jährigen Sohnemannes lösen. Zwei Familien konnten das Rätsel gemeinsam lösen. Ein paar Versierte schafften es alleine und auf Anhieb. Wir waren bestens unterhalten!


Nach fast 2 Stunden war noch kein Abschleppdienst eingetroffen und so riefen wir erneut beim ÖAMTC an. Es gab wohl eine Verzögerung und wir sollten bald abgeholt werden. Wir mussten noch ein weiteres Mal anrufen, denn nach einer weiteren Stunde kam immer noch niemand. Nach über 4 Stunden Wartezeit traf der Abschleppwagen ein. Der Herr vom Abschleppdienst musste noch ein Fahrzeug abschleppen, das durch einen Wildunfall völlig zerstört wurde, deshalb die Verzögerung. Er wollte zu uns zur nächsten Werkstatt bringen, aber wir wurden angewiesen, eine Fiat-Fachwerkstatt anzufahren - die nächste in Esbjerg sei aber außerhalb seiner Wegstrecke. Er dürfe uns nur max. 30 Kilometer weit bringen. Nach einigen Telefonaten hin und her bekam er aber die Freigabe, dass er uns nach Esbjerg bringen dürfe und so fuhren wir endlich los.


Leider kann ich mich an seinen Namen nicht mehr erinnern, aber wir möchten uns an dieser Stelle ebenso nochmals beim Abschleppdienst bedanken! Er war überaus freundlich, lustig und hilfbereit und wir hatten eine kurzweilige Fahrt zur Werkstatt. Wir bedankten uns herzlich bei ihm.


Nachts auf der Straße stehen zwei Männer zwischen Abschleppwagen und Auto; rote Lichter, VW-Logo sichtbar.
Der Inni muss abgeschleppt werden

Da es mittlerweile fast 22 Uhr nachts war, blieb uns nichts anderes übrig, als vor der Werkstatt zu übernachten. Wir waren froh, dass bis jetzt alles gut ging und hofften am nächsten Morgen auf eine gute Hilfe von der Werkstatt.


Pannen-Hilfe in Esbjerg: TAKK! ❤️

Bereits um kurz vor 7 Uhr früh wuselten die ersten Mitarbeiter im Verkaufsladen und guckten durch die Jalousien auf unser Fahrzeug. Zum Glück öffnete besagte Werkstatt Bent Pedersen bereits um 07:30 Uhr, sodass wir gleich nach dem Zähneputzen nach einem Termin fragen konnten. Das gesamte Team war total freundlich, bemüht und konnte uns auch ohne Termin sofort einschieben. Als wir das Problem kurz schilderten, wusste der Werkstatt-Leiter Jonas sofort, dass wohl Wasser im Kabelbaum war und deshalb die Servo ausfiel. Da es über 2 Wochen dauern würde, das Original-Teil bei Fiat in Italien zu bestellen, fand er einen Work-Around und so waren wir um einen sehr humanen Preis und nicht einmal 2 Stunden Zeit wieder on the road! Wir hatten Bedenken, dass unsere Strand-Fahrt tags zuvor das Problem ausgelöst hatte. Jonas konnte dies verneinen, da der Stecker bereits massiv korrodiert war - er gab uns das kaputte Teil sogar mit. Dies sei ein häufigeres Problem bei den Fiat-Ducato-Modellen und ist wohl nicht auf unsere Off-Road-Aktion zurückzuführen.


Wir teilten Tom von Fernweh dies mit und wir waren alle erleichtert, dass wir unseren Urlaub ohne Probleme fortsetzen konnten. Danke an alle Beteiligten für die super Unterstützung!


Sogar kaum ohne Verzögerung konnten wir nun unsere weitere Reise planen. Einen Punkt hatte Mario nämlich noch auf seiner Bucket-Liste: Robben fotografieren! Esbjerg ist der ideale Ausgangspunkt, denn von hier aus führen Fähren auf die umliegenden Inseln, zB nach Fanö und man kann sogar bei Ebbe auf die Insel Mandø fahren, beides super Orte zum Robben-Beobachten! Da wir unser Glück nicht noch einmal herausfordern wollten und auch keine Ahnung von den Ebbe-Flut-Zeiten hatten, beschlossen wir, die Fähre nach Fanö zu nehmen. Zu diesen Erlebnissen gibt es bald einen weiteren Blog-Artikel! Vi ses, bis bald!


Hand hält einen kleinen Stein vor die Sonne über einem Industriehafen am Strand, mit Kranen und wolkigem Himmel.
Am Hafen von Esbjerg - ist das ein Bernstein?
Mann sitzt vor drei riesigen weißen Sitzfiguren an der Küste, unter blauem Himmel.
Eines der Wahrzeichen von Esbjerg - Mennesket ved Havet (dt. "der Mensch am Meer")

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